über mich

Mein Spezialgebiet ist die Medienlandschaft Schweiz mit Schwerpunkt auf der kommerziellen Seite. Für die Fachzeitschrift Media Trend Journal habe ich seit Ende der Achtzigerjahre bis im Sommer 2016 die Entwicklungen im Leser-, Zuschauer- und Hörermarkt und die Trends im Werbemarkt verfolgt. Alljährlich habe ich bis 2015 eine Karte mit den Verflechtungen und den Besitzverhältnissen in der schweizerischen Medienlandschaft erarbeitet, die dem Media Trend Journal in Form eines Posters beigelegt wurde.

Viele dieser Grundlagen werde ich im Rahmen eines Bakom-Projektes zur Medienvielfalt Schweiz als freier Mitarbeiter von Publicom weiter à jour halten und so auch mein Know how weitergeben.

Die “No-Billag”-Katastrophe

Im Moment befasse ich mich vertieft mit den Auswirkungen der “No Billag”-Initiative. Bei einer Annahme könnte bzw. würde sich das Angebot im Bereich Radio und Fernsehen wie folgt verändern:

  • Radio: Im besten Fall könnte die SRG pro Hauptsprachregion noch ein Programm veranstalten. Da es aber durch Werbung finanziert werden müsste, würden den Privatradios nicht nur die Gebühren sondern auch noch ein grosser Teil der Werbeeinnahmen fehlen und sie müssten schliessen.
  • TV: Hier sieht es ähnlich aus: Die SRG müsste für je ein Programm pro Hauptsprachgebiet die Werbeeinnahmen massiv erhöhen. Dies ginge dann zuerst einmal zulasten der regionalen TV-Stationen, die ebenfalls noch (wenig) Informationssendungen ausstrahlen. Bei ihnen sieht es gleich aus wie bei den Radios. Und ob dann TV24 und TeleZüri (beide AZ Medien) ohne Synergieeffekte mit den regionalen TV-Sendern Tele M1 und Tele Bärn von AZ Medien noch in der Lage wären, nur schon dieses bescheidene Informationsangebot zu stemmen, ist mindestens fraglich.

Die stellvertretende Generaldirektorin der SRG, Ladina Heimgartner hat aber im Medienclub vom 16. Januar unmissverständlich erklärt, dass die SRG ihren Betrieb einstellen würde. Denn sie habe einen gesetzlichen Auftrag dem ohne Gebührengelder die Grundlage entzogen wäre.

Dann würde sich die Frage stellen, wer die 605 Mio. Franken aufbringen könnte, die die SRG heute für ihre Informationssendungen pro Jahr ausgibt? Zum Vergleich: der aktuelle Werbemarkt TV+Radio umfasst 921 Mio. Franken. Daraus gehen allerdings nur 593 Mio. Franken an schweizerische Programmveranstalter, der Rest fliesst in die Werbefenster.

Wer mehr zu diesen Fakten wissen will, kann dies hier nachlesen.